Der Verband Deutscher Sprecher:innen e.V.

von Ann Vielhaben (Kommentare: 0)

In: Experten-Tipps, Persönliches

Mit dem VDS bleibt der Fokus bei der menschlichen Stimme

Bereits seit 1997 setzt sich der VDS für die Belange der professionell tätigen Sprecher:innen ein, erleichtert uns die tägliche Arbeit, fördert sie, stärkt den Austausch und gibt uns bundesweit Rechtssicherheit.

Bei der diesjährigen internen Mitgliederversammlung des VDS Mitte September wurden wieder viele relevante Themen und Entwicklungen des Marktes diskutiert, z.B. das rasche Voranschreiten in der Entwicklung künstlicher Stimmen und der ′Sprachsynthese′:
Durch ′Text to Speech′ (TTS) wird die menschliche Stimme künstlich erzeugt, prominente Beispiele sind Alexa und Siri.
Um diese Systeme herstellen zu können, bedarf es derzeit noch einer ′echten′ Stimme eines ′echten Menschen‘, die sie mit Daten ′füttert′ und somit anlernt.
Da immer besser werdende Sprachsynthese-Systeme die Arbeit von uns Sprecher:innen in absehbarer Zeit obsolet machen können, und da die erfolgreich programmierte künstliche Stimme einer Sprecherin oder eines Sprechers eine unbegrenzte Anzahl an Motiven und Produktionen herstellen kann, ist es notwendig, solche Anfragen und mögliche abzuschließende Verträge sehr gewissenhaft zu prüfen und sorgfältig zu vereinbaren.

Gute Verbandsarbeit bedeutet u.a., in der Öffentlichkeit sichtbar zu sein.
Die intensive Verbandsarbeit des Verband Deutscher Sprecher:innen e.V. (VDS) beinhaltet beispielsweise, für die TTS-Thematik ein Bewusstsein in der Öffentlichkeit zu schaffen.
Wir Menschen reagieren auf eine KI-Stimme nämlich nicht mit gleicher emotionaler Intensität. Das bedeutet, dass wir Sprecher:innen vor allem für unsere persönlich-künstlerische Note gebucht werden, und das in Bezug auf die unterschiedlichsten Genres (Hörbuch, Synchronisation, Werbung, Imagefilm, Learnings etc.).

Wir als VDS werden diesen Prozess der Entwicklung und Nutzung künstlicher Stimmen auf jeden Fall begleiten.

Übrigens:
Auch über mein VDS-Profil bin ich buchbar.

Foto von Ann Vielhaben und Namensemblem von VDS-Website

Es ist in jedem Fall sinnvoll, sich im Verband zu organisieren und damit das Gewicht seiner Stimme in der Öffentlichkeit zu potenzieren.

Das Miteinander in meinem Berufsverband ist sehr herzlich und vor allem konstruktiv.

Und auch eine Rechtsschutzversicherung kann ich über den VDS nutzen, falls ich anwaltliche Vertretung bei geschäftlichen Vorfällen benötige, die mit meiner Tätigkeit als Sprecherin zu tun haben.

Logo des VDS

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